Kinder von 2–3 Jahren
Seit September 2007 gibt es im städtischen Kindergarten 4 Plätze für die Betreuung von Kindern ab 2 Jahren von berufstätigen Müttern oder Vätern.
Das Gesamtfazit der Anfangszeit lautet: die Aufnahme von Kindern unter 3 Jahren wurde von Kindern und Erzieherinnen als eine große Bereicherung erlebt.
Die Aufnahme von Kindern unter 3 Jahren bedeutete eine Veränderung in der Konzeption des städtischen Kindergartens Waibstadt, die von allen pädagogischen Mitarbeitern im Vorfeld dieser Veränderung mitgestaltet wurde, um sich auf die zweijährigen Kinder verantwortungsbewusst einzustellen.
Die Zweijährigen mit in die Gemeinschaft zu integrieren und die Altersgruppe der Kinder von 3-6 Jahren ebenfalls weiterhin individuell in ihrer Entwicklung zu fördern, war und ist eines der wichtigsten Ziele.
Die Erzieherin Frau Wenke Stoiber und die Berufspraktikantin aus dem Team des städtischen Kindergartens Waibstadt kümmern sich nun besonders um die Bedürfnisse dieser Altersgruppe und begleiten sie durch den Tagesablauf, damit die Kinder sich sicher und geborgen fühlen können.
Besonders die Eingewöhnungsphase ist eine wichtige Zeit und wird deshalb mit besonderer Sorgfalt von den Erzieherinnen und den Eltern vorbereitet und gestaltet, damit eine gute Vertrauensbasis für die kommenden Kindergartenjahre geschaffen werden kann.
In dieser Zeit wird besonders darauf geachtet, dass die Kinder in aller Ruhe alles kennen lernen, somit Sicherheit gewinnen und sich wohl fühlen können. Somit wird „Schritt für Schritt“ die Ablösung von den Eltern möglich.
Ist diese Eingewöhnungsphase geschafft, werden mit den Kindern speziell für sie gestaltete Angebote/Projekte durchgeführt, damit sie individuell gefördert werden.
Großen Spaß hatten sie schon beim Malen mit Fingerfarben und Schminkfarben oder beim Malen mit Creme und bei Experimenten mit Wasser oder anderen Materialien.
Durch intensives Beobachten erkennen wir ihre individuellen Interessen und entwickeln daraus bestimmte Aktionen und Bildungsangebote zur gezielten Förderung in den täglichen Bereichen.
Wenn die Kinder mit allen Sinnen ihre Umgebung erkunden, unterstützen wir sie dabei mit speziell vorbereitetem Material sowie Schaffung einer harmonischen Atmosphäre.
Auch ein Spaziergang in die Umgebung des Kindergartens war für die „Minis“ ein großes Erlebnis. So wurden z.B. viele kleine Steine und Hölzer gesammelt, eine Käfer und andere Krabbeltiere beobachtet und voller neuer Eindrücke ging es zurück in den Kindergarten.
Mit der Zeit lernen die Kinder unter 3 Jahren auch die anderen Kindergartenkinder kennen und werden so in die Gemeinschaft aufgenommen. Es wird gemeinsam gespielt und es entwickeln sich Freundschaften untereinander. Ältere Kinder lernen Rücksicht zu nehmen auf jüngere, jüngere Kinder lernen wiederum von den älteren die Gruppenregeln.
Zum Tagesgeschehen gehört auch der Bereich der Körperpflege: das tägliche Wickeln.
Hierfür wurde ein großer Wickeltisch im Waschraum des Kindergartens aufgestellt. In diesem Bereich geht es nicht nur um das Wechseln der Windeln, sondern um die ganz persönliche Zuwendung zum Kind.
Die Erzieherin kommt mit dem Kind ins Gespräch und geht ganz besonders auf das jeweilige Empfinden des Kindes ein.
Hier wird liebevoll miteinander gesprochen und gesungen und die Erzieherin macht kleine Fingerspiele, damit diese Situation als angenehm empfunden wird. So werden hierbei weitere Schritte zur Sauberkeitserziehung gemacht – immer in enger Absprache mit den Eltern.
Neben dem Wickeln ist es wichtig, dass die Kinder eine Rückzugsmöglichkeit haben. Hierfür wurde ein Spielzelt angeschafft worden, dass einladend und gemütlich aussieht. Zusätzlich haben die Kinder noch die Möglichkeit je nach Bedürfnis ein „Ruheschläfchen“ zu machen. Auf einer Matratze in einem Ruheraum können sie sich mit ihrem Kuscheltier so lange wie nötig ausruhen.
Im Tagesablauf reservieren wir eine feste Zeitspanne für das Essen der Kinder, wobei wir darauf achten das speziell die jüngeren Kinder in diesem Zeitrahmen die Möglichkeit haben unter sich zu sein und zusammen mit ihrer Erzieherin zu essen. Nach dem Motto „Hilf mir es selbst zu tun“ (Maria Montessori) lernen die Kinder ihren Teller selbst zu holen, ihre Tasche auszuräumen und später wieder aufzuräumen. Die Erzieherinnen helfen, wo es nötig ist.